ASCO Onkologen-Kongreß in Chicago

30. Juni 2013

30.000 Onkologen, 2700 Studien und 180 Vorträge. Das sind die beeindruckenden Zahlen eines Onkologen-Kongresses der Anfang des Monats in Chicago stattfand, wie wir unter anderem im Focus lesen konnten.

Krebs als chronische Krankheit?

Förmlich ins Auge sprang mir bei diesem Artikel die folgende Aussage:

[…] Das Ziel ist, den Krebs so beherrschbar wie eine chronische Krankheit zu machen. Das ist realistischer, als von Heilung zu träumen.[…]

Und im ersten Satz sehen wir wieder die wahren Interessen der Lobby. Wenn ein Patient eine sogenannte chronische Krankheit hat, dann ist er quasi lebenslänglich Kunde der Pharmaindustrie und der Medizinbranche.
Es geht also darum, das Leben der Krebspatienten mit Hilfe einer Medizinabhängigkeit zu verlängern. Das nenne ich Umsatzoptimierung.

Schnupfen durch Viren oder Klimaanlage

Schmunzeln mußte ich, als ich in der Einleitung des Artikels lesen konnte, daß aufgrund der Klimaanlagen Erkältungen bei den Teilnehmern vorprogrammiert seien.
Im nächsten Satz sagte die Autorin dann, daß man sich bei dem Kongreß aber mit banalen Schnupfenviren nicht aufhalte.

Und das verstehe ich jetzt nicht:

  • Kommt der Schnupfen nun von der Klimaanlage also von der Kälte oder kommt er von den Viren? Das sind doch zwei völlig verschiedene Dinge.
  • Oder bläst die Klimaanlage Viren durch die Luft? Das müßten die Onkologen, die Götter innerhalb der weißen Zunft, doch unterbinden können.
  • Oder haben die Onkologen einfach nur ein schlechtes Immunsystem?
  • Oder sind sie einfach nur erblich vorbelastet?
  • Oder gab es in dem sicher guten Essen während der Veranstaltung etwa „schnupfenerregende“ Stoffe?
  • Oder sollten die Onkologen etwa nicht geimpft sein?
  • Oder haben den Onkologen einfach nur die langweiligen Vorträge „gestunken“? 🙂

Ich weiß es nicht.

Da werden wir wohl die nächste Studie zu dem Thema „Schnupfenhäufigkeit auf Onkologen-Kongreßen unter besonderer Berücksichtigung einer starken Klimaanlagentätigkeit“ abwarten müssen.

Und noch einen netten Satz möchte ich aus dem Artikel zitieren:

[…] Ideen für die gezielte Krebstherapie sprudeln derzeit geradezu aus den Laboren der Pharma-Industrie. […]

Natürlich. Dort weiß man doch genau wie man gemäß Eugen Roth vorgehen muß:

[…] Was bringt die Pharmaindustrie um ihr Brot? a) die Gesundheit, b) der Tod. Drum hält die Pharma, auf daß sie gut lebe, Uns zwischen beiden in der Schwebe.[…]
Abgewandelt nach Eugen Roth

Die Autorin des Focus-Artikels, Petra Apfel, wurde übrigens von Roche Pharma zu dem Kongreß eingeladen.

Bis die Tage – bleib gesund

Richard

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