DSM-5 Generalangriff auf die Psyche

21. November 2013

Bedingt durch das Abrechnungssystem der Krankenkassen mit den Ärzten, welches für schwerere Erkrankungen auch höhere Honorare vorsieht, stieg natürlich der Anteil der schweren Erkrankungen in der letzten Zeit stetig an.

Nun wird bei den „psychischen Erkrankungen“ (in der GNM wird die Psyche nicht isoliert betrachtet) eine höhere Gangart eingelegt. Die Entmündigung der Patienten nimmt damit eine erschreckende neue Form an. Es droht eine Pandemie der Geisteskrankheiten.

DSM-5 – Die Bibel der Psychiatrie

DSM-5 bedeutet „Diagnostic und Statistical Manual of Mental Disorders“ in der 5. Fassung. Es ist auf deutsch die „Definition der psychiatrischen Krankheitsbilder“, auch „Bibel der Psychiatrie“ genannt. Diese Bibel wiederum ist die Vorlage für die ICD-Regeln, die internationale Definition der „Krankheitsbilder“.

Aufmerksam geworden bin ich auf diese Thematik durch einen Newsletter von Dr. Ruediger Dahlke, der es in sich hat (also der Newsletter).
Ich zitiere:

[…] Die Creme der US-Psychiater  will  offenbar  die  Welt  zum  Irrenhaus  machen.  Der  einzige  Vorteil  dieser Nacht-und-Nebel-Aktion liegt darin, die Absatzzahlen der Pharmaindustrie langfristig zu sichern, oder mir fällt sonst keiner ein.[…]

Dr. Ruediger Dahlke führt Beispiele für die Veränderungen in den Definitionen für Geisteskrankheiten an.

Wer länger trauert ist schneller verrückt

Bisher mußte der Patient mindestens zwei Monate „Depressions-Symptome“ aufzeigen, damit die entsprechende Diagnose gestellt wurde. Jetzt reichen schon zwei Wochen.
Wer also zu lange um einen Angehörigen trauert oder den Konkurs seiner Firma, den Verlust seines Arbeitsplatzes oder das Verlassenwerden von seinem Partner nicht innerhalb von 14 Tagen überwindet, ist nun ein Fall für den Psychiater.

„Binge Eating“, „Skin Picking Dysorder“,  „Disruptive  Mood  Dysregulation  Dysorder“

Auch wer gelegentlich seine „Freßattacken“ bekommt, darf sich nun mit einem eigenen Krankheitsbild rühmen: „Binge Eating“, zu deutsch „Freßgelage“.
Diese Menschen konnten sich bisher so durch das System schummeln. Sie haben eben gerne gegessen und waren dick. Nun sind sie psychisch krank und damit „behandlungspflichtig“.

Wer sich unkontrolliert kratzt, bei dem wird „Skin Picking Dysorder“ diagnostiziert.
Kinder, die brüllen und sich wütend auf die Erde schmeißen, leiden ab jetzt unter „Disruptive  Mood  Dysregulation  Dysorder“ (obwohl ja eher die Eltern leiden).

ADHS und die Droge Ritalin

Die bisherige „Krankheit ADHS“ wurde z.B. erst erfunden, nachdem das Mittel (Ritalin) dafür auf dem Markt war. Früher war ein solches Kind einfach ein „Zappelphilipp“, dessen Symptome jeder aus dem weltweit bekannten „Struwwelpeter“ kannte.

Dr. Schmiedel von der Habichtswaldklinik schreibt dazu in seinem Newsletter mit dem Thema „Neues aus der Anstalt“:

[…] eine  breitflächige  Verordnung  eines  BTM  (Betäubungsmittel-Ordnung)-Medikamentes  an  einen  nennenswerten  Teil  unserer  Jugend  ohne  Kenntnis  der Langzeitfolgen nenne  ich  einen  wissenschaftlichen  Feldversuch  riesengroßen  Ausmaßes,  an  dem  ich meine Kinder nicht ohne große Not als Versuchskaninchen beteiligt wissen möchte.[…]

Bisher mußten die Symptome (z.B. Konzentrationsstörungen und dauernde Unruhe) bereits vor dem 7. Lebensjahr aufgetreten sein. Nun geht die Spanne bis zum 12. Lebensjahr. Fünf Jahre mehr Potential für Ritalin. Zudem werden jetzt auch schon die frühpubertierenden Kinder erfaßt, die natürlich pubertätsbedingt sowieso „nicht normal“ sind, was aber doch wiederum normal ist. 🙂

Die „Krankheitserfinder“

Nicht umsonst gibt es Bücher wie z.B. „Die Krankheitserfinder“.
Man nehme ein paar Symptome, kombiniere sie neu und gebe dem Ganzen einen netten Namen. Schon gibt es eine neue Krankheit.
Oder noch einfacher: „Normale“ Befindlichkeitsstörungen werden als Krankheit definiert, die es dann natürlich zu behandeln gilt und die der Pharmaindustrie wieder Millionen in die Kassen spülen.

Dr.  Schmiedel, von der Habichtswald-Klinik, führt scherzhafterweise noch weitere „neue Krankheiten“ auf:
Säuglinge, die kaum auf der  Welt,  zu  schreien  anfangen,  leiden unter dem  „Postuterine Belastungssyndrom  (PUBS)“ und wenn sich zukünftig die Patienten,  gegen die immer absurderen Diagnosen  offensiv  wehren,  werden sie mit dem APS  (Aggressive Patient Syndrom) weggesperrt.

Und ernst gemeint, schreibt Dr. Schmiedel in dem Newsletter folgendes:

[…]Unser „Gesundheitssystem“ strebt zunehmend eine flächendeckende Pathologisierung der gesamten Gesellschaft an. Wenn jeder Cholesterinwert über 250 mg/dl bereits pathologisch ist, wenn jede zufällige Strukturveränderung im MRT einen Krankheitswert haben soll und wenn jedes vierjährige trotzige Kind und jeder liebeskranke Teenager krank sein soll, dann sind nicht diese Menschen krank, sondern diejenigen, die für diesen Irrsinn verantwortlich sind, dann ist dieses Medizinsystem selbst krank![…]

Systemkritik wird zur Gefahr

Da heute schon Systemkritiker ohne Symptome nach belieben in Psychiatrien weggesperrt werden können, wird es zukünftig dank DSM-5 noch viel „seriöser“ derartiges Unrecht zu begehen.
Siehe als Beispiel: „Der Fall Mollath“ oder „wie es einer Bank mit Regierungsbeteiligung fast gelungen wäre, Schwarzgeldverschiebungen zu vertuschen, und wie einer ihrer Kritiker ohne Lobby über den Missbrauch forensischer Psychiatrie und fachlicher Gutachten fast mundtot gemacht worden wäre.“

Dazu paßt auch der Aufruf von Dr. Dahlke an alle Ärzte:

[…] Wir  Ärzte  sind  hier  gefordert,  uns  gegen  diese  Mafia  zur  Wehr  zu setzen, den Patienten reinen Wein einzuschenken, und dieses makabre (Intrigen)Spiel aktiv und offensiv zu boykottieren.[…]

Du solltest Dir also zukünftig gut überlegen, wem Du was von Deinen kleinen Wehwehchen erzählst, sonst sitzt Du, ehe Du Dich versiehst in der „Anstalt“.

Bis die Tage – bleib gesund

Richard

 

 

Dieser Artikel ist der der zweite Teil, einer kleinen Serie über psychische Erkrankungen, vor allem über die Binge-Eating-Störung

Teil 2: Binge-Eating Promotion

Teil 3: Binge-Eating aus Sicht der Neuen Medizin

 

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9 Kommentare auf "DSM-5 Generalangriff auf die Psyche"

  1. @Felix sagt:

    Mir war schon vorher klar, bevor ich davon wusste, dass da ne richtig kranke scheiße mit adhs abgeht… Ich weiß nicht. Irgendwie scheine ich bei vieles ohne es wirklich zu wissen davon schon vorher gewusst zu haben…. Mich würde bloß noch interessieren, was ich nicht weiß, woher ich dieses vermeintliche „Wissen“ hab.

    • Jürgen sagt:

      Hallo Felix,

      ich möchte Dich und Andere auf etwas hinweisen…! Frau Ursula Stoll (Die Sprache der Haut) hat im WissenschafftPlus Magazin 3+4/2014 angekündigt, dass Sie im Magazin 5/2014 die Regeln der 5 Biologischen Naturgesetze zu ADH+ADHS erklären möchte.

      Dieses Magazin wird von Dr. Stefan Lanka herausgegeben.

      Auf die Ursachen von dieser erfundenen Krankheit bin ich gespannt.

  2. Nicole sagt:

    Hallo Jürgen,
    danke für den Link. Sehr interessant. Ich habe ja keinen Fernseher, höre aber immer öfter, dass die Medien ab und zu die Wahrheit sagen dürfen :).
    Ich hätte da noch eine andere Frage an dich. Ich bin ja Tierkommunikatorin und habe sehr viele „kranke“ Tiere. Habe jetzt einen Fall reinbekommen, da ist der Hund von einer auf die andere Sekunde erblindet. Die Ärzte können nichts finden 🙂 und sagen der Hund hätte Sard (Netzhautdegeneration).
    Also der Hund hat mit seinem Frauchen Ball gespielt. Plötzlich war er ganz komisch, hat gewackelt und so. Seine Frauchen hat erst nichts gemerkt, erst als er am nächsten Tag gegen Sachen gelaufen ist. Mir hat der Hund gesagt, dass er erschrocken ist, als der Ball auf ihn zuflog. Er dachte es wäre eine Hand die ihn schlagen wollte usw. Es hat sich herausgestellt, dass der Hund die ersten 2 Jahre seines Lebens nur geschlagen wurde. Meiner Meinung nach hat er einen visuellen Konflikt???
    Was sagst du dazu?
    Vielen Dank schon mal im Voraus.
    Liebe Grüße
    Nicole
    Es könnte aber auch Frontalangst-Konflikt sein, oder?
    Was meinst du?

    • Jürgen sagt:

      Hallo Nicole,

      ich hab selbst schon mal mit einer Tierkommunikatorin zu tun gehabt, und war sehr erstaunt was diese fremde Person über das Umfeld meines Katers wusste…!

      Tja, was ich jetzt so im Überblick sagen kann (5bn bei Mensch und Tier) , dass ist wahrscheinlich ein Angst im Nacken-Konflikt !

      Du hast ja schon erwähnt, das der Hund früher ziemlich viel verprügelt wurde. Es muss nicht das Ballspiel gewesen sein. Er kann auch vor mehreren Dingen Angst haben, und in die ca-Phase gegangen sein – mit Netzhauttrübung, Gesichtsfeldausfall und Einbuße der Sehfähigkeit.

      Der biologische Sinn soll hier sein, das die Sache, vor der man Angst hat, „unsichtbar“ wird.

      In der pcl-Phase kommt es dann zu einem Ödem zwischen Sinneszellschicht und Pigmentepithel. Nur selten kommt es zur Netzhautablösung zwischen Pigmentepithel und Aderhaut.
      Das Ödem müsste normalerweise wieder zurück gehen. Also könnte die Hundebesitzerin immer mal wieder Selbsttests mit dem Hund durchführen, um die Sehfähigkeit zu überprüfen…!

      Ich hab hier bei Helmut Pilhar etwas gefunden, zu diesem Thema (beim Mensch)…!

      http://www.germanische-heilkunde.at/index.php/verlust-der-sehfaehigkeit_li.html

      Liebe Grüße von Jürgen

      • Nicole sagt:

        Lieber Jürgen,
        jetzt hätte ich doch noch eine Frage zu dem Konflikt.
        Du hast geschrieben, dass wenn der Hund in der Konfliktlösung ist, es zu diesem Ödem kommt. Solange der Hund konfliktaktiv ist, gibt es ja kein Ödem, da Funktionsminus. Erst in der Konfliktlösung kommt es zu einem Funktionsplus, sprich das Ödem.
        Kann ein TA dieses Ödem sehen?
        Liebe Grüße
        Nicole

        • Jürgen sagt:

          Hallo Nicole,

          das glaube ich nicht, dass er das Ödem im mikrobereich sehen kann…!

          Außerdem werden Netzhautablösungen von der SM sowieso missverstanden…!

          Übrigens ist Funktionsminus und Funktionplus in dieser Situation nicht korrekt…!

          Gruß Jürgen

      • Nicole sagt:

        Hallo Jürgen,
        ah okay. Ich dachte, dass es in der konfliktaktiven Phase zur Funktionseinschränkung kommt und in der konfliktgelösten Phase zu einer Funktionsregeneration. Wie ist es denn korrekt?
        Grüße
        Nicole

  3. Nicole sagt:

    Hallo Jürgen,
    vielen Dank für deine Antwort und den Link.
    Finde ich ja super, dass du schon Erfahrungen mit einer TK gemacht hast :). Ja, ich bin selber immer wieder erstaunt, was die Tiere so wissen und zu erzählen haben.. Sie sind einfach schlauer als wir.
    Nein, das Ballspiel war es auf keinen Fall. Der Hund hat gesagt, dass er plötzlich so erschrocken war als der Ball geflogen kam und da sind alte Bilder wieder hochgekommen von bösen Händen und Schmerzen etc.. Von den Schlägen etc. hat er selbstverständlich ein Trauma.
    Na, dann hoffen wir mal, dass er irgendwann wieder sehen kann in dem er den Konflikt lösen kann. Darüber zu sprechen wird ihm sicherlich helfen.
    Ganz liebe Grüße und 1000000 Dank
    Nicole

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