Raucherkrebs als manipulative Wortschöpfung

3. Juni 2013

In den letzten Jahren macht sich so ganz langsam ein neuer Begriff breit: Raucherkrebs.

Zum Weltnichtrauchertag sind die Zeitungen voll davon.

Dreimal so viele Frauen starben an Raucher-Krebs

Das Wort Raucherkrebs ist so unsinnig wie irreführend:

  1. Ist es bis heute nicht nachgewiesen, daß Rauchen Krebs verursacht!
    Diese Vermutung wird, wie so viele andere Vermutungen auch, einfach behauptet. Und wenn eine Lüge lange genug behauptet wird, geht man davon aus, daß sie irgendwann zur Wahrheit wird.
  2. Wenn wir von Raucherkrebs sprechen wollen, dann müßten wir auch von Ernährungskrebs, von Alkoholkrebs, von Umweltkrebs oder von Astbestkrebs reden. Das sind alles sogenannte Risikofaktoren bei Krebs.

Was ist Raucherkrebs überhaupt?

Der sogenannte Raucherkrebs faßt gemäß den Medienberichten die „Erkrankungen“ Lungen-, Bronchial-, Kehlkopf- und Luftröhrenkrebs zusammen. Allen diesen Krankheiten gemein ist, daß sie nicht ursächlich durch das Rauchen entstehen. Was nicht heißen soll, daß der eine oder andere Patient geraucht hat. Aber genauso, hat der eine oder der andere Patient eben nicht geraucht.

Das das Einatmen von Gift nicht gesund ist, ist klar. Die Ursachen für Krebs liegen aber woanders.

Raucherkrebs als Wortschöpfung

Diese Wortschöpfung sorgt dafür, daß die Krebs-Angst schneller empfunden wird, weil ein Denkschritt weniger nötig ist, um sie (die Angst) wahrzunehmen.

Bisher mußtest Du denken:
Rauchen – Lungenkrebs – Lungenkrebs ist böse

Jetzt hast Du einen Denkschritt gespart:
Raucherkrebs = böse

Ist das nicht phantastisch ausgedacht von der Wortschöpfungsabteilung der Pharma- und Medizinindustrie? Das Ängste krank machen können, hat sich auch bis dort inzwischen herumgesprochen.

Achtung!
Soeben kommt die Meldung, die wieder alles „über den Haufen wirft“:

Michael Douglas gibt Auskunft über seinen Kehlkopfkrebs und er sagt, daß sein Krebs nicht vom Rauchen oder vom Alkohol komme, sondern vom Oral-Sex. Na also, jetzt wissen wir es endlich.

Und da habe ich doch gleich einen Vorschlag für eine neue Begrifflichkeit anzubieten:

Sexkrebs!
Wir sollten alle Krebserkrankungen, bei denen die vermuteten Ursachen oder die behaupteten Risikofaktoren rund um die Sexualität liegen, als Sexkrebs zusammenfassen. Also z.B. Kehlkopfkrebs, Gebärmutterhalskrebs, AIDS usw. sind nun alles Sexkrebse. Ein tolles Wort.

Wir müssen gemeinsam den Kampf gegen den Sexkrebs eröffnen und weil Michael Douglas uns am 03.06.2013 auf die Zusammenhänge aufmerksam gemacht hat, sollten wir zukünftig den 03.06. eines jeden Jahres als Weltantisextag begehen.

Natürlich ist die Deutsche Krebshilfe angehalten Ihren „Blauen Ratgeber“ entsprechend zu aktualisieren und Oralsex als Ursache, zumindest aber als Risikofaktor für Kehlkopfkrebs aufzunehmen.

Also: Obacht beim Geschlechtsverkehr! Sex kann tödlich sein.

Bis die Tage – bleib gesund

Richard

 

 

Ein Kommentar auf "Raucherkrebs als manipulative Wortschöpfung"

  1. Alex sagt:

    Ich finde es toll wie du diese Meisterleistung der Nomenklatur mit Niveau zunichte machst, weiter so!

Schreibe einen Kommentar